be quiet! Shadow Rock 3 im Test

Shadow Rock 3 Review

be quiet! geht beim Shadow Rock 3 neue Wege. Wir klären ob diese zum gewünschten Ziel führen, oder sich als Stolperfalle entpuppen.

be quiet! Shadow Rock 3 technische Daten und Lieferumfang

Verpackung und Lieferumfang

Shadow Rock 3 Unboxing

Dem Shadow Rock 3 wird ein Shadow Wings 2 Lüfter, kleinteiliges Zubehör und zwei Paar Lüfterklammern beigelegt. Auch ein wertiger be quiet! Schraubendreher hat es in den schwarzen Karton geschafft. Das Montagematerial ist in einzelnen Zippertüten verpackt.

Technische Daten

be quiet! Shadow Rock 3
Maße ohne Lüfter (H x B x T)163 x 127 x 96mm
Maße mit Lüfter (H x B x T)163 x 130 x 121 mm
MaterialKupfer, Aluminium
Gewicht715 g (mit Lüfter)
Heatpipes5 x 6 mm – direct touch
Kompatibilität Intel1200/115(x)/2011-3/2066
Kompatibilität AMDAM4/AM3+/AM3
Derzeitiger Preisab ca. 46€
Shadow Wings 2
Maße120 x 120 x 25 mm
Bohrungen120er
Anschluss4 Pin (PWM)
Regelbereich (angegeben)1600 U/Min
Regelbereich (gemessen)300 – 1700 U/Min
Lautstärke
Luftdurchsatz
statischer Druck
LagerRifle

be quiet! Shadow Rock 3 im Detail

Die Gestaltung des be quiet! Shadow Rock 3 lässt klar an den Macho von Thermalright oder den Brocken 3 von EKL Alpenföhn. Das heißt es handelt sich um einen sehr tiefen und damit Voluminösen Single-Tower, der stark asymmetrisch gebaut ist. Das verlagert den Tower von den RAM-Platzen weg in Richtung des Hecklüfters.

shadow rock 3

Trotz 163mm Höhe besteht der Radiator des Shadow Rock 3 aus nur 30 Lamellen, die demnach einen großen Freiraum haben. Dies kommt erfahrungsgemäß Lüftern mit niedriger Drehzahl entgegen. Der Hersteller wirbt hier mit einem geringen Gewicht und der Entlastung des Mainboard – nun ja, das lassen wir mal so stehen. Die Lamellen sind ausnahmslos exzellent verarbeitet und die Kanten nicht scharf.

shador rock 3 lamellen
Großer Lamellenabstand

Mit fünf 6 Millimeter Heatpipes ist man auf jeden Fall quantitativ in der gehobenen Mittelklasse angekommen. Auf eine Bodenplatte hat be quiet! in der neuen Shadow Rock Version aber verzichtet und so haben die Heatpipes direkten Kontakt mit der CPU. Die Verarbeitung ist hier ebenfalls auf höchstem Niveau was den Schliff angeht.
Auch ohne Bodenplatte ist der Kühler schon etwas hoch geraten und disqualifiziert sich für den ein oder anderen Midi-Tower, deren Limit nicht selten bei 160 mm liegt.

Shadow Rock 3 Heatpipes Direct Touch
5 Heatpipes im direct touch

Der sehr ansprechende Aluminiumdeckel trägt zu der Höhe bei, allerdings nicht in einem entscheidendem Maße. Er liegt so dicht an den Heatpipeenden an, dass er nur 1-2 mm ausmacht. Auch ohne ihn liegt die Höhe bei knapp über den kritischen 160 mm.
Gebürstet, teilweise schwarz eloxiert mit be quiet!-Schriftzug sieht er ohne Frage sehr schick aus. Im mittleren Bereich findet sich ein Montageloch, durch den der Schraubendreher geführt wird.

shadow rock 3 Deckel
Deckelplatte

Als Lüfter hat be quiet! den Shadow Rock 2 PWM gewählt, der ebenfalls in der Mittelklasse (zwischen Pure Wings und Silent Wings) einzuordnen ist. Mit 1600 U/Min ist er für den hohen Lamellenabstand sehr großzügig dimensioniert, dank PWM ist aber tief regelbar. Die Auflagepunkte sind gummiert und das Lagergeräusch erfreulich unauffällig!

Montage

Auch be quiet! wird mal ein wirklich gutes Montagesystem abliefern, aber der Tag ist noch nicht gekommen, zumindest nicht ganz.
Im Prinzip ist die Montage nachvollziehbar und simpel, wenn auch etwas kleinteilig mit vielen Schrauben, die den Einsatz des Schraubendrehers erfordern.

Shadow Rock 3 Montage
Montagebrücke

Nachdem man die Abstandsschrauben in den Sockel geschraubt hat, wird darauf der Montagerahmen mit Kreuzschlitzschrauben fixiert. Ist die Wärmeleitpaste auf der CPU aufgetragen, wird die (leider lose) Montagebrücken über den Kühler gelegt und dieser mit zwei großen Schrauben am Rahmen festgeschraubt.

Shadow Rock 3 montiert
RAM rechts bleibt frei

Apropos große Schrauben: Das Loch im Deckel ist nicht groß genug, um die Schraube dort durchführen zu können. Man muss diese also unter dem Kühler halten und mit dem Schraubendreher aufnehmen bzw. sie von Hand vorab etwas eindrehen. Das ist jetzt kein Ding der Unmöglichkeit, aber gerade bei Mainboards mit üppigen I/O-Blenden schon ein Hindernis. Das Loch im Deckel hätte einfach nur 1 mm größer sein müssen.

be quiet! Shadow Rock 3 Temperaturen

Wie wir Kühler testen und unsere zahlreichen Messungen zustande kommen, kann auf der Unterseite „So testen wir CPU-Kühler“ nachgelesen werden.

Serienlüfter

100% PWM38 dB(A)34 dB(A) 1000 U/Min

Die Leistung des Shadow Rock 3 kann sich durchaus sehen lassen. Inbesondere im Betrieb bei maximaler Drehzahl, als auch im Silent-Bereich bei nur 34dB(A) kann der Kühler überzeugen und bestätigt die Vermutung zum Lamellenabstand. Seine größte „Schwäche“ gegenüber den Vergleichskandidaten hat er im mittleren Drehzahl-/Lautstärkebereich.

Referenzlüfter

1500 U/Min1050 U/Min650 U/Min

Unter Verwendung des Referenzlüfters lässt der Shadow Rock 3 bei minimaler Drehzahl die Muskeln spielen und belegt eine Bestplatzierung. Hier zahlt sich das offene Design voll aus. Auch bei ca. 1000 U/Min sieht es gut aus, bei maximaler Drehzahl wird er von den größeren Modellen überholt. Insgesamt eine sehr gute Leistung.

be quiet! Shadow Rock 3 Lautstärke

100% PWM1000 U/Min

Auch hier versteht es der Shadow Rock 3 zu punkten. Trotz der hohen maximalen Drehzahl bleibt der Schalldruckpegel im Rahmen. Gemessen bei gleicher Drehzahl erreicht er gar einen Spitzenplatzierung. Dabei begeistert der Lüfter nicht nur durch ein angenehmes Luftgeräusch, sondern macht auch beim Lager eine gute Figur. Nichts rattert oder klackert.

be quiet! Shadow Rock 3 Fazit

be quiet! legt mit dem Shadow Rock 3 einen durchweg gelungenen Auftritt hin. Der große Kühler punktet dabei vor allem mit sehr guten Silentfähigkeiten und guten Temperaturen. Der Lüfter ist dabei eine hervorragende Wahl gewesen, da er dank seiner hohen maximalen Drehzahl dem Shadow Rock 3 eine respektable Kühlleistung entlockt und bei gedrosseltem Betrieb flüsterleise agiert, bei immer noch guten Temperaturen. Hier spielt der Lamellenabstand seine Vorteile aus. Dazu kommt eine schöne Optik, astreine Verarbeitung und gute RAM-Kompatibilität.

Abstriche gibt es bei der Montage, die zwar ok, aber noch nicht Spitze ist. Das bleibt bei be quiet! wohl Tradition. Auch die Bauhöhe von 163 mm schließt einige Gehäuse vorab aus.

Unterm Strich ist der be quiet! Shadow Rock 3 ein hervorragender Mittelklasse-Kühler, bei dem der Straßenpreis aber noch etwas fallen muss, da der Dark Rock Slim in greifbarer Nähe ist.

Hardware-Helden Silber Auszeichnung
be quiet! Shadow Rock 3

Fazit

Starker und leiser Kühler in ansprechendem Design und mit toller Verarbeitung.

Overall
8.2/10
8.2/10
  • Kühlleistung (40%) - 8/10
    8/10
  • Lautstärke (30%) - 9/10
    9/10
  • Montage (20%) - 7.5/10
    7.5/10
  • Preis/Leistung (10%) - 7.5/10
    7.5/10

Pros

  • gute Leistung
  • Silenttauglich
  • guter Lüfter
  • sehr gute Verarbeitung
  • RAM-Kompatibilität
  • ansprechende Optik

Cons

  • etwas hoch
  • Montage nicht perfekt
  • (noch) etwas teuer

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen